Angelerlebnisse 2007

Teil 6

Auf Dorsch und Co. mit dem Kleinboot bei Neustadt

Uschi mit einem schönen Ostseedorsch, gefangen mit einem Wobbler

Vor einigen Wochen setzte sich in meinem Kopf der Gedanke fest, wieder einmal von Neustadt i.H. aus mit dem Kleinboot auf die Ostsee zu fahren um dort den Dorschen, Plattfischen, Heringen und Co. nachzustellen.
Ich schaute im Forum vom Anglerboard nach wann wohl in Neustadt ein neues Treffen anstand. Da ich nichts dergleichen fand, stellte ich ein neues Thema mit dem Titel „Auf Dorsch und Co. mit dem Kleinboot bei Neustadt“ rein. Die Idee, gemeinsam mit einem Kleinboot auf Fischfang zu gehen, wurde von sehr vielen Anglern begeistert aufgenommen. Michael Woyda aus Eutin wollte das ganze in die Hand nehmen, d.h. sich um einen Termin und das Reservieren der Boote kümmern.
Als Termine standen der 18.11. und 2.12. zur Auswahl. Mitte November wäre ja noch okay gewesen, aber Anfang Dezember passte mir nicht. Als sich herauskristallisierte, dass sich die meisten Teilnehmer für den 2. Dezember entschieden hatten, war ich enttäuscht.
Erstens war es bis zum Dezember noch recht lange hin und ich wollte schon bald auf „Dorschjagd“ gehen und Zweitens hatten wir Anfang Dezember viel um die Ohren: stand doch die Planung und Organisation des Schloß Holter Weihnachtsmarktes bevor.
Auch dem Wetter traute ich um diese Jahreszeit nicht so ganz. Wenn wir ganz in der Nähe wohnen würden, wäre es wohl noch gegangen. Aber für uns lag immerhin eine Fahrtstrecke von fast 400 km vor uns, wo man, wenn einem das Wetter nicht passt, nicht einfach wieder umdreht und nach Hause fährt, um einige Tage später einen neuen Anlauf zu nehmen. Nein, wenn wir schon an die Ostsee fuhren, dann sollte auch das Wetter mitspielen - jedenfalls einigermaßen.
Da bei uns in NRW der 1. November ein Feiertag (Allerheiligen) ist, und dieser in diesem Jahr auf einen Donnerstag fiel, wollte ich gerne vom 1. bis 3. oder auch 4. 11. nach Neustadt fahren. Wir hatten eigentlich vorgehabt am Mittwochabend nach Hamburg zu Annika fahren um bei ihr zu übernachten. Am Donnerstag, so planten wir, wollten wir uns weitere Sehenswürdigkeiten von Hamburg anschauen und am Freitagmorgen so früh losfahren, dass wir gegen 7 Uhr in Neustadt wären. Doch es kam anders. Annika hatte gerade an diesem Wochenende selber etwas vor, und zwar fuhr sie nach St. Peter Ording. Also mussten wir umplanen. Zuerst überlegten wir nach Eutin ins Hotel Wiesenhof zu fahren, wo es uns letztes Jahr so gut gefallen hatte. Doch dann erinnerte ich mich daran, dass Achims Kollege ja mehrere Ferienwohnungen in Dahme hatte. Dort waren wir auch schon zweimal gewesen. „Schatz, frag doch mal Hardi, ob eine seiner Ferienwohnungen frei ist“, sagte ich zu Achim.
„Kann ich machen,  um diese Jahreszeit ist bestimmt etwas frei.“
Als Achim abends von der Abend kam berichtete er, dass wir in die Wohnung Nr. 6 könnten. Den Schlüssel bekämen wir mit. Und wir könnten am Samstag zu jeder beliebigen Zeit abreisen, ganz wie es uns passen würde. SUPER!
Als wir Mittwochabend unser Auto beluden packte Achim auch seine Wathose ein.
„Willst du damit etwa ins Meer gehen? Ich lasse meine hier. Mich kriegt keiner ins kalte Wasser.“
„Brauchst du ja auch nicht. Du kannst ja vom Strand aus fotografieren, während ich die Fische raushole“ grinste mich Achim an.
„Mache ich auch. Und ich werde auch meine neue Panasonic Lumix Superzoom FZ50 mitnehmen. Damit werde ich ganz tolle Fotos schießen. Hoffe ich jedenfalls. So richtig kenne ich mich damit noch nicht aus, aber wenn ich auf Programmautomatik stelle, müsste es keine Probleme geben.“
Am Donnerstagmorgen rappelte um 5 Uhr der Wecker. Wir machten uns in aller Ruhe für die Reise fertig und starteten gegen 7 Uhr.  Die Autobahn war relativ leer, so dass wir schnell voran kamen. Als wir die Autobahn bei Neustadt verließen fuhren wir erst einmal in die Stadt hinein um uns im Angelladen „Angeltreff“ für das Angeln in Dahme mit Wattwürmern einzudecken. Bevor wir jedoch den Laden betraten schlenderten wir erst einmal am Hafen entlang. Ein paar Fischerboote waren gerade von ihrem Fang zurück. Interessiert schaute ich mir die Plattfische an, die ein Fischer zum Verkauf anbot.

Ein Fischer verkauft seinen Fang

Ein Fischer verkauft seinen Fang

Ein schöner Steinbutt

eine Kiste voll Dorsch

„Dies hier ist ein Steinbutt“, erklärte er mir. „Den fängt man nicht jeden Tag. Oder möchten Sie lieber ein paar Dorsche? Sind auch ganz frisch.“
„Vielen Dank, aber wir wollen morgen selber mit dem Boot rausfahren und ein paar Fische fangen. Wir sind nämlich beide Angler“ antwortete Achim.
Zwei Boote weiter sah ich wie ein anderer Fischer ein paar dicke Aale aus einer Kiste holte. „Achim, schau dir das mal an. Die fangen hier auch Aale!“ wunderte ich mich.

Möwe in Neustädter Hafen

Ein Fischer zählt seine Aale

„Na klar kann man hier Aale fangen. Ostseeaale sollen extrem lecker sein, habe ich gehört. Auch in Dahme kann man von der Seebrücke aus Aale fangen. Aber dafür hätten wir Rotwürmer mitnehmen müssen, Wattwürmer schmecken ihnen nicht.“

Möwe in Neustädter Hafen

Als wir im „Angeltreff“ waren blieb es nicht nur beim Kauf der Wattwürmer. Achim kaufte noch ein paar Haken, einen roten Buttlöffel und einen Pilker. Ich suchte mir ebenfalls zwei wunderschöne Pilker aus, in der Hoffnung, dass sie auch den Dorschen gefielen. Im letzten Jahr hatte ich mir hier die Bücher „Meerforellenangeln“ und „Brandungsangeln“ gekauft. Dieses Mal wollte ich eines über das Angeln auf Rügen haben. Die Auswahl war zwar groß, doch über Rügen war keines dabei. Schade. Aber dafür entdeckte ich ein etwas unscheinbar wirkendes Büchlein mit dem Titel „Ostsee Angelführer für Dahme, Dahmeshöved und Umgebung“.
„Achim schau mal. Hier stehen Tipps über das Angeln in Dahme drin.“
„Was willst du denn damit? Wir haben doch einen Angelführer von dieser Gegend“, war Achims Reaktion, als er sah, was ich in der Hand hielt.
„Man kann nie genug darüber lesen. Ich möchte dieses Buch unbedingt haben“, antwortete ich forsch.
Auf der Fahrt nach Dahme holte ich das Büchlein heraus und las schon einmal darin. Es enthielt viele interessante Tipps und ich war froh, dass ich es doch gekauft hatte. Als ich Achim einige Passagen vorlas fand auch er es sehr interessant und beglückwünschte mich nachträglich zum Kauf.

Willkommen im herbstlichen Dahme

Endlich waren wir in Dahme angekommen. Da die Heizung an war, war es auch schon angenehm warm darin. Wir brachten unsere Reisetaschen und unser Bettzeug in die Wohnung und tranken dann erst einmal ein Glas Hefebiet.
„Schatz, was hältst du davon, wenn wir gegen Abend auf die Seebrücke zum Angeln gehen. Der Autor gibt es hier als eine gute Stelle an“ fragte ich Achim.
„Können wir machen. Aber jetzt habe ich Hunger. Lass uns mal nachschauen, ob das Restaurant „Zum Goldenen Anker“ oder ein anderes auf hat. Um diese Jahreszeit – wir haben schließlich schon November – ist hier meistens nicht viel los.“
Von der Ferienwohnung bis zum Strand waren es nur wenige Meter Fußweg. Auf dem Weg zur Seebrücke kamen wir am Restaurant „Zum Goldenen Anker“ vorbei. Erfreut stellten wir fest, dass es geöffnet hatte. Wir gingen erst einmal ein Stückchen auf der Promenade weiter. Die meisten Geschäfte hatten tatsächlich geschlossen. Es war sozusagen „Tote Hose“ hier.

Uschi am Strand von Dahme

Blick auf die Seebrücke von Dahme

Vor dem Goldenen Anker

Eine Möwe am Strand

Auf der Seebrücke konnten wir schon von Weitem einen Angler ausmachen. Wir gingen zu ihm und sprachen ein paar Worte miteinander.
„Wie sieht es denn hier mit den Fischen aus? Hat sich bei Ihnen schon etwas getan?“ fragte Achim.
„Bisher noch nicht. Aber das ist ja auch kein Wunder. Der Kutter dort legt seine Netze viel zu nahe zum Strand aus. Der hält die 3-Meilen -Grenze nicht ein. Aber das interessiert ja keinen. Unser Bürgermeister kümmert sich um jeden anderen Sch..., nur um so etwas nicht. Und auch der Zoll ist weit und breit nicht zu sehen. Ansonsten ist das hier eine gute Stelle. Hier kann man schöne Platten und auch Dorsche fangen.“

Die Seebrücke von Dahme

Die Seebrücke von Dahme

Blick von der Seebrücke auf die Promenade von Dahme

Ein Fischkutter vor der Küste

Der letzte Satz gefiel uns gut. Wir verabschiedeten uns und gingen dann zurück „Zum Goldenen Anker“. Viel war dort nicht los als wir kamen, aber nach und nach füllte sich das Restaurant. Als Speise wählten wir uns, wie sollte es auch an der Küste anders sein, ein Fischgericht aus. Dann fragten wir die Bedienung, wann Betriebsferien seien. Sie antwortete, dass das Restaurant in diesem Jahr zum ersten Mal durchgehend geöffnet hätte.

Lecker Fisch

Lecker Fisch

„Oh, das ist ja schön, jedenfalls für uns. Wie lange haben Sie denn abends auf?“ fragte Achim zurück.
„Normalerweise schließen wir um 21 Uhr. Aber wenn noch Gäste da sind, kann es auch schon mal 21.30 Uhr werden. Ich glaube, dass wir heute auch bis 21.30 Uhr aufhaben werden.“
Da die Dorsche und Plattfische fast immer erst in der Dunkelheit in die Nähe der Küste kommen, hatten wir noch genügend Zeit um uns ein wenig aufs Ohr zu legen.
Also kuschelten wir uns ins Bett. Vorsichtshalber stellte Achim den Wecker auf 16.15 Uhr. Das war gut, denn hätte er das nicht getan, hätten wir garantiert bis Mitternacht durchgeschlafen.
Als mich der Wecker aus einem angenehmen Traum riss, war ich zuerst auch ganz schön sauer, doch als ich richtig wach war und mich daran erinnerte, dass wir ja auf die Seebrücke wollten, sprang ich schnell aus dem Bett. Obwohl es nicht kalt und auch nicht windig war, zogen wir unsere Thermosachen an. Besser ist besser.
Gegen 17.45 Uhr fuhren mit dem Wagen in die Nähe der Seebrücke, wo wir ihn in einer Seitenstraße abstellten. Dann nahmen wir unsere Ruten und unsere Klappstühle und gingen damit auf die Seebrücke. Ich war sehr erstaunt, dass sich dort schon so viele Angler aufhielten. Mit einem oder zweien hatte ich ja gerechnet, aber vorne an der Spitze gab es ein regelrechtes Gedränge!
(Sind Angler dort? Wie ist die Brandung und der Wind? Guckst du hier: Webcam mit Blick auf die Seebrücke vom Dahme.)
Wir suchten uns einen Platz etwa auf der Hälfte der Seebrücke. Dort, so hatten wir in dem neu erstandenen Büchlein gelesen, bauen sich die alten und erfahrenen einheimischen Angler mit ihrem Geschirr auf. Außerdem, so schrieb der Autor weiter, gäbe es am Kopf der Seebrücke häufig eine schlechte „Leo“-Ernte. „Richtung Strand“, so schrieb er weiter, „bei einer Wassertiefe zwischen einem und zwei Metern,  befinden sich Rinnen und Sandbänke und andere Bodenstrukturen. Genau dort halten sich die Dorsche zur Nahrungssuche auf. Hier jagen sie den vielen Mini-Plattfischen nach, die in der Nähe des Strandes auf Algen, Krautstücke und anderes Treibgut warten, das von den Wellen dorthin gespült wird. Mini-Platten ist die Lieblingsspeise der Dorsche.“
Nach und nach füllte sich die Brücke mit weiteren Anglern und dass, obwohl die Windverhältnisse zum Angeln überhaupt nicht gut waren. Es herrschte nämlich ein West-, zeitweise Nordwestwind. Wenn wir länger in Dahme geblieben wären, hätten wir uns einen Tag mit nordöstlichem oder wenigstens südöstlichem Wind ausgesucht. Ablandiger Wind, wie er an diesem Tag herrschte, war eigentlich zum Angeln schlecht. Doch da wir ja nur diesen Tag hatten mussten wir das Wetter nehmen wie es war.
Wir hatten auch gelesen, dass zum Angeln von der Seebrücke kurze Ruten völlig ausreichten. Außerdem konnten sie vernünftig an die Brüstung gestellt werden und es bestand nicht die Gefahr, dass sie von einem kapitalen Fisch über das Geländer der Brücke gezogen würden, wie es schon vorgekommen war. Auch bekam man bei kürzeren Ruten keinen steifen Nacken, wenn man stundenlang die Rutenspitze beobachtete.
Im Licht der Brückenbeleuchtung montierte ich an meine kurze Multi-Tip-Rute und Achim an seine 80 Gramm Spinnrute jeder einen Buttlöffel mit einem kurzen Dorschvorfach. Mit dieser Montage konnten wir Dorsche sowie Plattfische fangen.
Als Achim einen Watwurm auf den Haken gezogen hatte wollte er sie mir rüberreichen. Doch ich lehnte mit der Bitte ab: „Zieh du mir bitte einen Wurm auf. Ich mag diese komischen Dinger nicht anfassen.“
„Warum denn nicht?“ fragte er erstaunt. „Das ist nichts anderes als bei Tauwürmern. Du musst nur darauf achten, dass du die Wurmnadel in den hinteren sandigen Teil, also den Darmtrakt, einführst. Und pass auf, dass du ihn nicht durchstichst, dann läuft er aus.“
„Ach bitte mach du das doch für mich. Ich schau dir auch zu“, antwortete ich.

Achim zieht einen Wattwurm auf die Wurmnadel

Achim zieht einen Wattwurm auf die Wurmnadel

Etwas genervt von meinem kindischen Verhalten erwiderte Achim: „Nun gut. Einen ziehe ich dir auf. Aber dann möchte ich angeln. Wenn der Wurm auf der Nadel ist, dann schiebt man ihn ganz über den Haken. Der Haken ist natürlich für den ganzen Wurm viel zu klein. Aber das macht nichts. Der Wurm wird über den Hakenschenkel und die Knotenverbindung bis auf das Vorfach geschoben. So, jetzt kannst du deinen Köder auswerfen.“
Kurz darauf lagen unsere Buttlöffel im Wasser. Obwohl es nur leicht windig war, fand ich es anstrengend die Rutenspitze zu beobachten, denn bei dem (leichten) Seegang bewegte sie sich ständig und so wusste ich nicht, ob einer angebissen hatte oder nicht.
Außerdem war ich aufgeregt wie ein kleines Kind vor Weihnachten.

Ob wohl was beißt????

Ob wohl was beißt????

„Ich weiß gar nicht was mit mir los ist. Ich bin unheimlich aufgeregt. Mein Herz klopft ganz doll. Ich habe ja auch noch nie von einer Seebrücke geangelt.“
Achim drehte sich zu mir um: „Ich finde es auch spannend. Ich habe auch noch nie auf einer Seebrücke geangelt. Aber aufgeregt bin ich deshalb nicht.“
Etwa 15 Minuten nachdem wir unsere Ruten ausgeworfen hatten, kam ein Ehepaar mit ihrem Sohn. Sie stellten sich neben mich, was mir überhaupt nicht gefiel. Am liebsten angel ich wenn weit und breit kein anderer zu sehen ist (außer Achim natürlich!).
Vater und Sohn hatten ebenfalls Angelruten dabei, die sie in Richtung Strand auswarfen.
Entweder sind es naive Touristen, so wie wir, oder aber sie haben Ahnung, dachte ich bei mir, als ich das sah.
Während ich angespannt auf die Spitze meiner Rute schaute, hörte ich einige Zeit später den Jungen aufgeregt rufen: „Mama, schau mal. Papa hat eine Platte gefangen!“
Sie schienen also doch Ahnung vom Angeln auf der Seebrücke zu haben! Ich ignorierte die Meldung und schaute weiter konzentriert auf meine Rutenspitze.
„Uschi, hast du das mitbekommen? Der Angler neben dir hat eine Platte gefangen.“
„Ja, habe ich gehört. Ich würde auch gerne eine fangen“ gab ich knurrend zurück.
Achim merkte wohl, dass ich etwas nöckelig war und tröstete mich: „Das kommt schon noch. Es ist ja noch sehr früh am Abend. Eigentlich lohnt es sich nicht vor 21 Uhr zu angeln. Aber wir können nicht bis Mitternacht bleiben, da wir morgen schon wieder um 5 Uhr aufstehen müssen. Außerdem wollen wir ja noch eine Kleinigkeit essen bevor wir in die Wohnung zurückkehren.“
Wir konzentrierten uns wieder auf unsere Ruten. Wenig später holte Achim sein Tabakdöschen aus der Tasche um sich eine Zigarette zu drehen. Er war damit noch nicht ganz fertig, als sich plötzlich seine Rute in Bewegung setzte.
„Achim! Du hast einen Fisch dran“, rief ich aufgeregt und wollte nach seiner Rute greifen, die ich schon über das Brückengelände verschwinden sah.
„Ja, habe ich gesehen. Aber ich muss doch erst meinen Tabak wegstecken.“
„Ich nehme sie und schlage für dich an.“
„Nein!“ kam es resolut zurück. „Das mache ich selber.“
Kurz darauf landete Achim seine erste Scholle und unsere Freude war groß.

Jawohl, Achims erster Plattfisch

Gar nicht so leicht den Butthaken zu lösen

Achims Fang blieb den anderen Anglern nicht verborgen. Sie schauten etwas neidisch zu den Fremden. Vorne am Brückenkopf, wo schon viele Angler standen als wir ankamen, tat sich absolut nichts, wie wir beobachten konnten.
Etwa 30 Minuten nach Achims Fang sah ich, wie sich meine Rutenspitze ganz leicht nach vorne beugte. Ich war mir nicht sicher, ob es tatsächlich so war oder nur ein Wunschdenken von mir. Gespannt wartete ich darauf, dass Schnur von der Rolle gezogen würde. Aber es blieb alles ruhig. Also war es doch nur ein Wunschtraum. Doch was war das? Wieder beobachtete ich wie sich die Rutenspitze Richtung Wasseroberfläche neigte.
„Ich glaube, da macht sich einer an meinem Wurm zu schaffen. Ich hole den Köder mal rein und kontrolliere, ob überhaupt noch etwas auf dem Haken ist“, sagte ich zu Achim.
Ich nahm die Rute in die Hand und schlug vorsichtshalber an. Sofort spürte ich ein Schlagen am anderen Ende. Aufgeregt rief ich Achim zu: „Ich habe tatsächlich einen dran!“
Vorsichtig, sehr vorsichtig, drillte ich den Unbekannten (War es ein Dorsch oder auch eine Scholle?) zur Seebrücke.
„Hoffentlich kriege ich den Fisch hochgehoben. Das sind ja ein paar Meter bis nach oben“ sagte ich ängstlich. Aber da es „nur“ eine kleine Scholle war, hatte ich kein Problem ihn über die Brüstung zu heben.
Stolz wie Oscar hielt ich meinen Fang hoch. Mein erster Plattfisch!
Sofort war Achim bei mir. „Na siehst du, mein Schatz. Jetzt hast auch die deine erste Scholle gefangen.“

Wer sagts denn, Uschi mit ihrer ersten Platte

Gegen 20.45, eine Zeit, wo das Angeln eigentlich erst richtig interessant wurde, packten wir unsere Ruten zusammen, legten sie ins Auto und machten uns zu Fuß auf den Weg „Zum Goldenen Anker“.
Als wir das Restaurant betraten fragte Achim, ob wir noch etwas zu essen bekommen könnten.
„Aber natürlich“, antwortete die Bedienung. „Ich bringe ihnen gleich die Karte.“
Wir ließen uns das Essen schmecken, tranken ein Hefebier und waren über unseren Fang überglücklich.
Zurück in der Ferienwohnung versorgten wir die Fische, tranken noch ein Hefebier und legten uns zufrieden schlafen. Was für ein schöner Tag!

Nahaufnahme von unserem Plattfisch..ist schon ein seltsammes Wesen!

Am anderen Morgen klingelte der Wecker schon wieder um 5 Uhr. Kurz nach 6 Uhr saßen wir im Auto und fuhren nach Neustadt. Die ganze Zeit, wie konnte es auch anders sein, nieselte es! Als wir in Neustadt am Hafen ankamen hörte es ein wenig auf. Michael Woyda und Thomas Pruß, ein Redakteur der „Angelwoche“, trafen 10 Minuten später ein. Sie hatten ein eigenes Boot gemietet und fuhren zuerst raus. Wir folgten ihnen, denn Michael kannte sich in der Neustädter Bucht gut aus und wusste die besten Fangplätze.
Achim war der erste, der an diesem Tag einen Fisch fing, und zwar einen schönen Wittling.

Achim mit einem schönen Wittling

Von Michael und Thomas hörten wir, dass sie ein paar Heringe gefangen hätten. Da ich auch gerne Heringe fangen wollte, wechselte ich das Dorschvorfach gegen ein Heringsvorfach aus. Aber ich bekam leider keine an die Haken. Enttäuscht holte ich meine Rute wieder rein und probierte es erneut mit dem Pilker. Aber auch für den interessierte sich keiner.
Dann sagte Michael: „Wir fahren jetzt langsam weiter Richtung Untiefentonne. Bis dahin schleppen wir.“
„Okay. Wir folgen euch“, antwortete Achim.
Statt des Pilkers montierte Achim einen Wobbler, und zwar den 13 cm langen Tormentor Deep diver  in weiß-blau von Abu Garcia, an die Hauptschnur seiner Rute.

Unser fängigster Köder an diesem Tag!

Michael und Thomas im Kleinboot

Ich wählte einen Meerforellenblinker. Vielleicht, so hoffte ich, würde ich ja eine Meerforelle überlisten können.
Langsam tuckerten wir mit dem Boot hinter Michael her. Plötzlich spürte Achim einen Schlag in seiner Rute. Sofort stoppte er den Motor und ich holte meine Rute rein. Es dauerte nicht lange und Achim landete den ersten Dorsch. Da er nicht das erforderliche Mindestmaß von 38 cm hatte (es fehlten 3!) setzte Achim ihn vorsichtig zurück. Doch es dauerte nicht lange und der nächste hing an Achims Haken. Dieses Mal war er bedeutend größerer und wir konnten ihn behalten.

Achim mit einem Dorsch, gefangen beim Schleppen mit Wobbler

Achim an seinem Arbeitsplatz

Uschi beim Bootsangeln, im Hintergrund die Küstenwache

Michael und Thomas in der Nähe der Untiefentonne

Unser Setzkescher füllt sich langsam

Wir blieben noch eine Weile an der Stelle. Als sich jedoch nichts weiter tat, fuhren wir ein Stück weiter.
Beim nächsten Stopp nahm ich meine Softpilkrute zur Hand und montierte an den Wirbel einen weiß-blauen Gummifisch mit Beifänger. Damit hatte ich letztes Jahr im Mai, als wir das erste Mal mit Michael raus fuhren, viele Dorsche gefangen. Doch dieses Mal interessierten sie sich nicht dafür. Ich ließ sie im Rutenhalter stecken und nahm die zweite Rute zur Hand. In den Wirbel hakte ich einen Buttlöffel ein. Als Achim meine Montage sah, meinte er: 
„Den Watwurm musst du dieses Mal aber selber draufziehen. Ich möchte angeln.“
„Das mache ich auch. Gib mir mal die Würmer rüber.“
Erstaunt sah er mich an:„Ach nee. Ich denke das kannst du nicht.“
„Doch, kann ich schon. Das habe ich doch letztes Jahr auch schon mal gemacht. Ich packe sie nur nicht so gerne an“, antwortete ich.
Diese Würmer waren jedoch nicht so matschig wie die, die wir im Mai, als wir mit unserem Schwager Willi in Neustadt waren, bekommen hatten. Ruck zuck hatte ich sie auf den Haken gezogen.
Der Köder lag nur wenige Minuten auf dem Grund, als sich meine Rutenspitze zum Wasser neigte.
Aufgeregt rief ich zu Achim: „Schatz! Ich habe auch einen Dorsch dran.“
Wie sich wenig später zeigte, war es kein Dorsch sondern ein schöner großer Wittling. Mit diesem Fang war ich (vorerst) auch zufrieden.
Wir blieben noch einige Zeit, dann rief  Michael uns zu, dass sie weiterfahren würden. Auch wir holten unsere Grundmontagen rein. Da Achim 3 Ruten mit auf dem Boot hatte brauchte er sich nur eine Rute mit Kunstköder greifen und konnte sofort auswerfen.
Ich maulte ihn an: „Warum hast du 3 Ruten mit? Das finde ich gemein. Mir hast du vorhin gesagt, wir könnten nur 2 mitnehmen. Dabei hätte eine dritte auch noch Platz in den Rutenhalterungen gehabt. Und ich müsste nicht dauernd das Vorfach wechseln.“
Achim entschuldigte sich: „Hast ja recht, mein Schatz. Das nächste Mal kannst du auch drei mitnehmen.“
Na toll! Das nächste Mal!
Da ich mit dem Meerforellenblinker und dem Gummifisch keinen Erfolg hatte, suchte ich mir nun ebenfalls einen Wobbler aus. Ich entschied mich für den rot-weißen HiLo. Wir schleppten einige Zeit, ohne das ich einen Biss bemerkte. Als Achim plötzlich hielt und den Bootsmotor ausschaltete, fragte ich etwas verwirrt: „Hast du etwa schon wieder einen dran?“
„Ich weiß es nicht genau. Fühlt sich eigentlich nicht so an. Aber irgendetwas hängt am Haken.“
Schon bald konnten wir den „Fang“ bestaunen. Ein dicker Ast, voll mit Seesternen, hatte sich im Drilling verfangen.
Achim startete den Motor und wir folgten den anderen beiden, die schon weitergefahren waren. Wir waren erst einige Minuten gefahren, als Achim den nächsten Biss bemerkte.
Langsam wurde ich sauer, so sehr ich mich auch für Achim freute.
Ich holte meine Rute rein und schaute Achim beim Drillen zu. Als er den Dorsch über die Reling hob verfing sich der Drilling seiner zweiten Rute in seinem Ärmel. Mit der linken Hand kescherte er den Fisch, während ich versuchte den Haken aus seiner Jacke zu bekommen. Endlich hatte ich den Haken raus, doch in der Jacke war nun ein Loch. 
Stolz hielt Achim seinen Fang fürs Foto hoch.

Wieder ein schöner Dorsch so um die 60 cm

Während ich ihn fotografierte sagte ich: „Herzlichen Glückwunsch. Aber eines verstehe ich nicht. Was machst du denn anders als ich? Ich habe noch keinen Dorsch gefangen!“
„Vielleicht solltest du es auch mal mit einem Deep driver versuchen. Der HiLo geht nicht tief genug. In der Köderbox ist noch der gleiche wie ich ihn habe. Den darfst du aber nicht verlieren!“ belehrte mich Achim. „Die sind sauteuer!“
Schnell wechselte ich den HiLo gegen den Tormentor aus. Und siehe da! Kurz darauf hatte auch ich meinen ersten Dorsch am Haken.
„Geil! Danke für den tollen Tipp.“

Jetzt hatte auch Uschi  Glück...

ein Prachtkerl von Dorsch

Wir tuckerten langsam weiter. Als wir in der Nähe von Michael und Thomas waren fragte Michael, wie es bei uns liefe bzw. ob wir zufrieden seien.
„Es läuft sehr gut“ antwortete Achim. „Wir haben schon 5 Dorsche und 4 Wittlinge.“
Michael gab zurück: „Wir haben ein paar Heringe, Wittlinge und einen kleinen Dorsch bisher. Wir fahren jetzt an eine andere, tiefere Stelle. Ich möchte mal einen richtig großen fangen.“
„Okay. Fahren wir schnell oder schleppen wir“ fragte Achim zurück.
„Jetzt fahren wir schnell. Wenn sich unterwegs etwas Interessantes zeigt, dann schleppen wir.“
Gesagt, getan. Bevor wir weiterfuhren holte Achim unseren „Setzkescher“ rein, der immer dann über Bord hing, wenn wir anhielten. Nach einiger Zeit hielt Michael das Boot an und rief uns zu: „Hier sind viele und auch große Fische auf dem Echolot zu sehen. Wir probieren es hier mal.“
Ich nahm meine andere Rute mit dem Buttlöffel zur Hand, steckte einen frischen Watwurm auf den Haken und ließ die Montage auf den Grund absinken. Dann steckte ich die Rute in den Rutenhalter und wartete ab. Wenige Minuten später sah ich, wie sich die Rutenspitze bog. Ich rief so laut, dass es die auch Michael und Thomas hören konnten: „Ich habe einen dran!“
„Warte damit. Wir kommen zu euch. Das möchte ich fotografieren“ rief Thomas Pruß mir zu.
„Ich hole meine Rute rein, damit wir uns nicht ins Gehege kommen“, meinte Achim. Er kurbelte die Schnur ein paar Meter rein, als sich die Spitze seiner Rute fast bis zur Wasseroberfläche neigte. „Ach du Schreck! Ich habe auch einen dran.“
Ein Doppelfang. Wenn das mal gut ging!
Thomas, der das mitbekam, rief aufgeregt: „Wartet. Das muss ich unbedingt fotografieren.“
Während ich meinen Fisch zum Boot drillte rief Thomas uns immer wieder zu, doch langsamer zu drillen. Es dauerte eine Ewigkeit, bis ich den Dorsch am Boot hatte.

Dorsch, gefangen mit Buttlöfel und Wattwurm

Doch noch bevor Achim mir den Kescher reichen konnte hatte er sich vom Haken befreit und verschwand in den Tiefen der Ostsee! Das wäre sicher nicht passiert, wenn ich ihn wie immer hätte durchgehend drillen können. Aber nein, ich sollte für das Foto ja mit dem Keschern warten. Sch…
Michael hatte sein Boot schon ganz in unserer Nähe, als Achim immer noch am Drillen war. Manchmal sah es aus, als wenn die Rute kurz vorm Zerbrechen wäre.
„Das muss aber ein gewaltiger Bursche sein, den du da am Haken hast“, meinte Michael.
Endlich hatte Achim seinen Fang so nahe am Boot, das wir ihn erkennen konnten. Es war kein riesiger Bursche der da am Haken hing. Nein, es war eine Dublette! Ein 50er und ein 60er hingen am Beifänger.

Eine schöne Dublette, ca. 50 und 60 cm

Eine schöne Dublette, ca. 50 und 60 cm

Bei diese Ausfahrt gab es Fisch satt

Während Achim die Fische vom Haken befreien wollte, hatte sich der Haken meines Buttlöffels in meiner Jacke verfangen.
„Musst du mir alles nachmachen?“ scherzte Achim, während ich verzweifelt versuchte das Ding aus meiner Jacke zu bekommen.
„Klar doch“ antwortete ich mürrisch. “Und nicht nur das. Ich werde auch genauso viele Fische fangen wie du.“
Während Thomas Pruß Achim mit seiner Dublette fotografierte rief Michael: „Mit Uschi fahre ich nie wieder! Die fängt immer alle Fische weg.“
„Stimmt nicht! Dieses Mal fängt Achim mehr als ich“ rief ich lachend zurück.
Als alle Fotos im Kasten waren starteten wir den Motor und fuhren weiter. Die anderen waren schon ein ganzes Stück entfernt, als Achim einen großen Fischschwarm auf dem Echolot ausmachte.

wieder ein schöner Dorsch auf Tormentor

Als er es mir mitteilte, antwortete ich: „Dann lass uns anhalten und die Ruten runterlassen. Wir müssen nicht immer dorthin, wo Michael hin will.“
Also hielt Achim an und wir ließen unsere Ruten auf den Meeresboden runter. Ein paar Minuten später hing der nächste Dorsch am Haken.
Unser Setzkescher war inzwischen so schwer geworden, dass Achim ihn nicht mehr übers Boot heben konnte. Also ließen wir ihn im Boot stehen.
Gegen 14.30 Uhr – Michael und Thomas hatten wir inzwischen aus den Augen verloren – hatten wir 17 Dorsche gefangen. 14 Stück, so zwischen 50 und 60 cm und 4 Wittlinge landeten davon in unserem Setzkescher. Das reichte uns! Auf dem Weg zum Hafen, wo wir Michael und Thomas vermuteten, hielt Achim an um schon einmal die Fische auszunehmen. Vorher wogen wir unseren Fang: Die Waage zeigte 32 Pfund an. Wir waren vollauf zufrieden.
Kaum landete das erste Fischgekröse auf dem Wasser, stürzten sich die ersten Möwen darauf. Keine Minute später kreischte und flatterte es über unseren Köpfen. Manche Möwen waren so hungrig und dreist, dass sie schon zuschnappten, bevor die Innereien aus dem Fisch waren.

Die Möwen stürzen sich auf die Innereien

Als einige mit ihren Flügeln an unsere Angelruten stießen wurde es mir zu bunt. Ich klatschte laut in die Hände und sie flogen davon. 10 Sekunden später waren sie und noch weitere, wieder da!

Hier noch ein Videoclip von unserer Bootstour:

 

Achim tat schon der Rücken vom langen Bücken weh, als er endlich den letzten Fisch ausgenommen hatte und wir weiterfahren konnten.
Gegen 15 Uhr legten wir im Hafen an. Von Michael und Thomas war nichts zu sehen. Wir hatten angenommen, dass sie vor uns in den Hafen eingelaufen wären. Aber sie waren wohl noch draußen. Michael hatte sicher immer noch nicht seinen großen Dorsch gefangen, vermutete ich.
Nachdem wir die Bootsmiete bezahlt hatten, setzten wir uns ins „Klüwers Brauhaus“. Dort suchten wir uns einen Platz am Fenster. Durstig und auch etwas erschöpft bestellten wir uns ein Hefebier. „Tut mir leid. Das gibt es nur in den Sommermonaten“, bekamen wir zu hören. „Nun gut, dann bringen Sie uns ein Pils“ antwortete Achim.
Das Bier kam und wir prosteten uns gerade zu, als Achim das Boot von Michael und Thomas erspähte.
„Ich gehe mal nach draußen und sage ihnen wo wir sind.“

Michael und Thomas auf der Heimfahrt

Michael und Thomas auf der Heimfahrt

Michael wieder im Hafen

Thomas, Redakteur der Angelwoche

Währenddessen fragte ich nach der Speisekarte. Und ob es, wenn schon kein Weißbier ausgeschenkt würde, wenigstens Weißbiergläser zu kaufen gäbe.
„Natürlich. Möchten Sie 0,3er oder 0,5er Gläser?“
Ich antwortete: „2 große Hefegläser bitte.“
Dann bestellte ich uns eine „Kleinigkeit“ zu essen: Pommes mit Currywurst. Die Portion war so groß, dass ich mir vornahm, abends im Goldenen Anker nur einen großen Eisbecher zu essen. Achim kam zurück und sagte, dass sich Michael und Thomas gleich noch auf ein Bier zu uns setzen würden.
Wir hatten unsere Portion schon lange aufgegessen und noch einige Zeit gewartet, doch als Michael nicht kam, bezahlten wir und gingen zu unserem Auto. Michaels Wagen war leider nicht mehr zu sehen. Achim hatte sich schon so etwas gedacht, da Michaels Frau schon angerufen hatte, und das Auto dringend brauchte. Also machten wir uns auf den Heimweg nach Dahme.
Wieder in der Ferienwohnung angekommen tüteten wir erst einmal die Fische ein um sie in den Gefrierschrank zu legen. Anschließend tranken wir ein Hefebier und stießen mit einem Schnaps auf unseren guten Fang an.
Das frühe Aufstehen und das viele Drillen hatte uns beide ganz schön angestrengt. Ich war froh, als Achim mich fragte, ob wir das Essengehen nicht ausfallen lassen wollten. Er sei ganz schön geschafft.
„Du glaubst gar nicht, wie froh ich bin, dass du mich das fragst. Vorhin, im Brauhaus, habe ich noch getönt, dass ich auf jeden Fall heute Abend noch in den Goldenen Anker möchte. Aber nun bin auch ich platt. Ich dusche gleich und dann lege ich mich schlafen.“
Gegen 21 Uhr lag ich tatsächlich im Bett und schlief den Schlaf der Gerechten.
Am anderen Morgen wurde ich gegen 6 Uhr wach. Ich stand auf und schaute aus dem Fenster. Als ich sah, dass es regnete und auch ein heftiger Wind wehte, war ich froh, dass wir unsere Bootstour hinter uns hatten.
Wir nutzten die Zeit, in der es kurz zu regnen aufgehört hatte, um unsere Sachen ins Auto zu packen. Gegen 11 Uhr sagten wir dem schönen Ostseebad Dahme und den vielen herrlichen Fischen ade!
Schon jetzt weiß ich, dass wir nächstes Jahr im Frühjahr wiederkommen werden. Aber dann für wenigstens eine Woche!

Oerlinghausen, den 13.11.2007

Foto-Report in der ANGELWOCHE: “Große Fänge im kleinen Boot”

ANGELWOCHE Deutsche Sportfischer Zeitung


In der deutschen Sportfischer Zeitung  ANGELWOCHE Ausgabe Nr. 2/2008 vom 4.1.2008 ist auf Seite 10 und 11
ein Foto-Report "Große Fänge im kleinen Boot" von unserer Bootstour in Neustadt erschienen.

Fotoreport in der Angelwoche: Bunte Ostsee-Mischung

den Foto-Report in grösserer Auflösung gibt es hier...

Text und Fotos von Thomas Pruß, Red. Angelwoche

Oerlinghausen, den 28.02.2008

 

 

 

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