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Die Götterliste

 Amun, Amun-Re

Amun-Re 

Meist als Wider dargestellt, handelt es sich bei diesem Gott ursprünglich um einen Lokalgott Thebens. Durch den großen Einfluß thebanischer Pharaonen der 11. Dynastie wurde er schließlich zum Hauptgott Ägyptens. Später wurde er mit dem Sonnengott Re zu einem Gott, Amun-Re, verschmolzen. Weiterhin stellt er einen Gott der Fruchtbarkeit dar. Mit seiner Gemahlin Mut und dem gemeinsamen Sohn Chons stellt er die Göttertriade von Theben dar. Unter Pharao Echnaton, der Aton als alleinigen Gott verehrte, verlor der Amun-Kult kurzfristig seine Bedeutung. Nach dessen Herrschaft wurde der ursprüngliche Glaube durch Tutenchanmun jedoch schnell wieder hergestellt

 Anubis

Anubisfigur  

Diese schakalköpfig dargestellte Kreatur ist der Gott der Unterwelt und der Toten. Da der Schakal hauptsächlich in der Westlichen Wüste beheimatet ist, wurder mit dem im Westen liegenden Totenreich in Verbindung gebracht. Er war gleichzeitig Gott der Einbalsamierung, führte die Bestattungsriten durch und nahm auch an der Mundöffnungszeremonie teil.

 Aton

 Die Sonnenscheibe wurde als Gott Aton verehrt. Auf Darstellungen wird die Sonnenscheibe u.a. mit strahlenförmigen Armen dargestellt, die dem Pharao das Lebenszeichen Anch entgegenstrecken. Unter Pharao Echnaton (18. Dynastie) entstand der sogenannte Aton-Kult. Echnaton, der sich von Amenophis IV. auf den Namen Echnaton zu Ehren dieses Gottes umbenennen ließ, erklärte Aton zum alleinigen Gott – eine völlig neue Weltansicht, die bestimmt nicht überall auf Gegenliebe gestoßen ist. Sogar eine neue Hauptstadt widmete dieser Pharao dem Gott: Achet-Aton, heute bekannt als El-Amarna. Nach dem Tod Echnatons führte Tutenchamun wieder die alte Religion ein und sagte sich vom Aton-Kult los. Auch die Hauptstadt wurde nach Memphis zurückverlegt.

 Bastet

Bastet

Hauptkultort der als Katze dargestellten Göttin war die Stadt Bubastis. Sie war die Tochter des Sonnengottes. In früherer Zeit wurde Bastet als Löwengestalt abgebildet. Oft wurde sie mit jungen Katzen dargestellt, die ihre schützende und gutmütige Eigenschaft unterstreichen sollten.

 Hathor

Hathor 

ist die Göttin der Freude, des Tanzes und der Liebe und der Fruchtbarkeit, manchmal tritt sie neben Nut auch als Himmelsgöttin auf. Sie wird als Kuh dargestellt, manchmal auch in Menschengestalt mit Kuhhörnern. Später wurde noch die Sonnenscheibe zwischen ihre Hörner gesetzt. Ein großes Hathor-Heiligtum befindet sich in Abu Simbel, die Hauptkultstätte befindet sich jedoch in Dendera, wo ihr von den Ptolemäern ein Tempel errichtet wurde. Hathor ist die Tochter des Re und soll auch mit ihm einen Sohn, Horus, gezeugt haben. Als gütige Göttin genoß Hathor großes Ansehen.

 Horus

Horus 

Der Falkengott Horus ist nach einem Schöpfungsmythos der Sohn von Isis und Osiris. Auch er hat über Ägypten geherrscht. Aus diesem Grund verkörpert der jeweils regierende Pharao den Falkengott, um im Tod schließlich zu Osiris zu werden. Er ist auch der Gott des Lixhts und der Kraft. Bereits in der Frühzeit wurde er als Himmels- oder Sonnengott verehrt.

 Isis

Isis 

Die treueste Gefährtin des Gottes Osiris ist Isis – seine Frau. Sie ermöglichte nach einem Schöpfungsmythos seine Wiederauferstehung nach seinem Tode durch Seth und erreichte nach vielen Kämpfen, daß ihr Sohn Horus den Thron des Vaters erlangte, was Seth zu vermeiden versucht hatte. Oft wird sie als Vogel dargestellt, der seine Flügel schützend über Osiris ausbreitet. Isis werden große Zauberkräfte nachgesagt, weshalb viele Zaubersprüche ihren Namen nennen.

 Nephthys

 Diese Schwester von Isis, Osiris und Seth war ursprünglich eine heliopolitanische Totengöttin. Sie wird als Frau mit der Hieroglyphe „Herrin des Hauses“ auf dem Kopf dargestellt. Sie hält in der einen Hand das Lebenszeichen „Anch“, in der anderen Hand einen Papyrusstab.

 Nut

Nut

 ist die Himmelsgöttin aus der Schöpfungslehre von Heliopolis, Gemahlin des Geb und Mutter von Osiris, Isis, Nephthys und Seth. Sie verkörpert den täglichen Sonnenverlauf, indem sie morgens die Sonne gebiert und abends wieder verschlingt. Dargestellt wird sie als Frau, deren Körper mit Sternen bedeckt ist. Sie berührt immer den Boden mit Händen und Füßen und stellt so den Himmel dar. Weiterhin galt sie als Mutter des Sonnengottes Re, da sie ihn jeden Abend in sich aufnahm um ihn am nächsten Morgen wiederzugebären.

 Osiris
 
Osiris

Osiris ist der Gott der Unterwelt und der Fruchtbarkeit und zählt zu den bedeutendsten Göttern Ägyptens. Er wird stets mit der Krone Ägyptens dargestellt. Dem Mythos nach wird Osiris von seinem Bruder Seth ermordet, seine Gemahlin Isis jedoch findet seinen Leichnam und er erwacht zu neuem Leben. Aus diesem Grund verkörpert Osiris die Auferstehung. Osiris wird meistens mit den Königsinsignien Geißel und Krummstab dargestellt.

 Ptah

 Path

Der Hauptkultort des Schöpfergottes Ptah befand sich in Memphis. Er wurde meist als Mann in einem eng sitzenden Gewand mit kahl geschorenem Haupt und einer enganliegenden Haube dargestellt, in seinen Händen hält er einen Stab. In erster Linie galt er als Gott der Handwerker und soll die Kunst der Metallbearbeitung und der Bildhauerei erfunden haben. Der Schöpfungslehre von Memphis zufolge soll Ptah die Welt erschaffen haben.

 Re/Ra

Re 

Der Sonnengott ist dem Mythos nach der „Ursprungsgott“, der aus dem Urhügel entstieg. In Abbildungen sieht man ihn oft mit einer Sonnenscheibe auf dem Kopf, oft wird er gleichzeitig als Falke dargestellt. Während der 4. Dynastie gewann er an großer Bedeutung, in der 5. Dynastie enthielten viele Namen der Pharaonen seinen Namen. Später wurde Re mit dem Gott Amun zu Amun-Re verschmolzen. Im Laufe der Zeit formte sich eine Einheit aus Osiris und Re, wenn letzterer nachts die Unterwelt durchreiste.

Seth

Seth 

Seth ist der Gott des Unfriedens, des Chaos, des Krieges. Dargestellt wird er als undefinierbares Tier mit eckig abgeschnittenen Ohren, einer langen Nase und einem hochgestellten, pfeilartigen Schwanz. Obwohl er in der ägyptischen Geschichte als „negativer“ Gott auftritt, gelangt er unter Sethos I. (19. Dynastie) endlich zu Anerkennung, da dieser Pharao das fast Unmögliche wahr machte: er versöhnte die Götter Seth und Osiris.
Seth war der Gott der Fremdländer, und zur Zeit der Fremdherrschaft, besonders der Assyrer, wurde er zum Landesfeind. Einerseits steht er für das Böse, andererseits zeigt er auch gute Eigenschaften, indem er gegen die Apophis-Schlange kämpft. Er wird mit menschlichem Körper und Fantasiekopf dargestellt. Esel, Antilope und Schwein wurden mit ihm verbunden. Er war der Gott der Wüste und der Naturgewalten und durch seinen Atem kommen die Würmer aus der Erde. Im Osirismythos wird er als Mörder des Osiris dargestellt. Seine Hauptkultorte waren Bursiris und Ombos

 Thot

Thot 

Dieser Gott wird als Pavian oder Ibis dargestellt, oft mit Schreibzeug. Er ist der Gott der Weisheit, der Wissenschaften und gilt auch als Erfinder der Schrift. Deshalb schreibt er das Ergebnis beim Totengericht auf. Thot galt außerdem als Wächter der Toten, denen er auf ihrer Reise durch die Unterwelt zur Seite stand.

Atum

Atum 

Der Hauptkultort für den Schöpfergott Atum war Heliopolis. Atum wird auch als Abendsonne bezeichnet, die ihren Nachtweg durch die Unterwelt zurücklegt. Er wird oft menschengestaltig mit der Doppelkrone Ägyptens dargestellt, hat ab er auch viele Tiergestalten. Als Schöpfergott findet man ihn als Löwe und Schlange abgebildet, als Sonnengott u.a. als Widder, Käfer oder Icheneumon.

Bes

 Bes

Bes, ein zwerggestaltiger Gott, war der Schutzgeist, der das Haus vor Schlangen und bösen Geistern beschützen sollte. Außerdem sollte er die bösen Geister noch mit Gesang, Tanz und lauten Instrumenten wie Trommeln und Tamburine, vertreiben. Er war ursprünglich wahrscheinlich ein Löwengott gewesen, da man noch Ansätze von Ohren, Schwanz und Mähne eines Löwen erkennen kann. Besonders in der Spätzeit findet man ihn auf zahlreichen Hausgegenständen wie Spiegeln, Parfümfläschchen und auch auf Betten. Als Schutzgott der Toten waren die runden Kopfstützen der Mumien mit seinem Abbild verziert.

 Chnum

Chnum 

Chnum, der widderköpfige Gott, machte die Felder Ägyptens durch die Nilüberschwemmung fruchtbar. Als Schöpfergott formte er die Kinder aus Ton und ließ sie im Samen im Leib der Mutter gelangen. Auf seiner Töpferscheibe schuf er auch die anderen Götter. Zusammen mit der Geburtsgöttin Heket war er bei der Entbildung behilflich. Sein Hauptkultort war die Insel Elephantine.

 Chepre

Chepre 

Chefre, die Morgensonne, wird mal als Mistkäfer (Skarabäus)oder auch als Mensch mit Skarabäuskopf dargestellt.

Geb

 Geb

Geb war im Schöpfungsmythos von Heliopolis der Bruder und Gatte der Himmelgöttin Nut und Sohn der Tefnut und des Luftgottes Schu. Er brachte das Wasser und die Pflanzen hervor und schloß die Toten in seinem Körper ein.

 Maat

 Maat

Maat, die Göttin der Gerechtigkeit, war die Tochter von Amun. Man erkennt sie an der Straußenfeder auf dem Kopf. Das Herz der Verstorbenen wurde vor dem Totengericht auf eine der Waagschalen gelegt, die Feder der Maat auf  die andere. Wenn das Herz so leicht war wie die Feder, also rein von irgendwelcher Schuld, durfte der Verstorbene das Totengericht passieren. War das Herz schwerer, wurde es von Ammit gefressen und die Seele konnte nicht mehr weiterleben

Min

 Min

Min, der Gott der Zeugungskraft und männlichen Fruchtbarkeit, wird oft als Mann mit erigierten Glied dargestellt. Er hebt seinen rechten Arm angewinkelt nach oben und hält eine Geißel. Auf seinem Haupt trägt er zwei Federn mit einem langen Band, das ihm auf den Rücken fällt. Man sieht in oft zusammen mit Lattichpflanzen, die als Aphrodisiakum galten, weil ihr Saft wahrscheinlich an Samenflüssigkeit erinnerte oder weil sie die Form eines männliches Gliedes hat. Min wurde auch als Acker- und Fruchtbarkeitsgott verehrt. Sein Hauptkultort war Koptos.

 Month

Month 

Month war der Kriegsgott. Er wird als Falke mit einer Sonnenscheibe und zwei Felder als Kopfschmuck dargestellt. Als Kriegsgott besiegte er die Gegenspieler der Götter und sollte somit auch dem König bei seinem Sieg über die Feinde helfen. Besondere Verehrung wurde ihm in der 11. Dynastie zuteil, als sich viele Pharaonen Mentuhotep („Month ist zufrieden“) nannten. Seine Hauptkultstätte war zu dieser Zeit Theben, aber Amun löste ihn nach und nach ab und später wurde Hermonthis zu seinem Hauptkultort.

 Nechbet

Nechbetzeichnung 

Nechbet, die Geiergöttin, war ursprünglich nur eine Ortsgöttin. Ihr Einfluß wurde aber mit der Zeit immer größer, so daß sie schon bald Oberägypten verkörperte, während Uto (Wadjet) in Unterägypten regierte. Sie war Schutz- und Muttergöttin des jungen Königs. Auf Bildern erscheint sie oft als Geier mit ausgebreiteten Flügeln, der die Symbole der Ewigkeit in den Krallen hält. Wenn sie als Geier einen ihrer Flügel nach vorne streckte, galt sie als Schutzgottheit.

 Neith

 Neith

Neith war ebenfalls eine Kriegsgöttin. Ihre Attribute waren Bogen, Pfeile und Schild. Sie segnete die Waffen des Jägers. Im Alten Reich wurde sie die Gefährtin des Seth, mit dem sie den Krokodilsgott Sobek zeugte. Im Neuen Reich wurde sie als „Gottesmutter“ verehrt, war also auch eine der Schöpfungsgötter. Neith ist auch eine der Totengöttinnen, die zusammen mit Selket, Isis und Nephthys an der Totenbahre des Osiris wachten. Als Göttin der Webkunst war sie für die Mumienbinden verantwortlich . Ihr Hauptkultort war Sais.

Selket

Selket 

Selket (Serket, gr. Selkis) war die Schutzgöttin über einen der 4 Horussöhne, Kebehsenuef, der die Gedärme des Verstorbenen behütete. Sie bewahrte den Sonnengott Re vor Dämonen und sendete 7 Skorpione um Isis vor Seth zu schützen. Im Ägyptischen Totenbuch ist Selket die Beschützerin der Verstorbenen. Die Lebenden behütete sie vor Skorpionstiche. Ihr Beiname ist „die die Lungen atmen läßt“. Sie wird mit einem Skorpion auf dem Kopf oder als Skorpion selbst dargestellt.

  Sobek

Sobek 

Sobek (gr. Suchos) war im Alten Reich der Sohn der Göttin Neith. Später wurde Sobek auch als Verkörperung des Sonnengottes gesehen. Er war der Gott des Wassers, aus dessen Schweiß der Nil hervorgeht. Er wurde als Krokodil oder krokodilsköpfig dargestellt. Seine Hauptkultorte waren Krokodopolis im Fayum und Kom Ombo.

 

 

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